Kunst und Gesellschaft
Ein Analyse der magischen Praktiken eröffnet uns einerseits ihre unterschiedlichen Ausprägungen, die sich in Form von “Zauberei” und “Tabus” manifestieren, andererseits zeigt sich, dass das Magische auch in unserer heutigen Zeit keineswegs verschwunden ist, sondern mehr oder weniger latent immer noch, wenn auch in “moderne” Formen gegossen, aufzufinden ist.
Von den Anfängen der Kunst und ihren sozialen Gegebenheiten
Die paläolithischen Höhlenmaler verstanden sich als Magier. Ihre Werke haben sie einem eindeutig definierten Zweck gewidmet. Sie wollten nicht “Kunst” machen; ihr Anliegen war, durch ihre magischen-zeichnerischen Fähigkeiten einen Beitrag zum Überleben ihrer Sippe zu liefern. Dass wir die Ergebnisse ihrer Arbeit heute als “Kunst” bezeichnen, hat u.a. damit zu tun, dass wir ihre Werke aus dem funktionalen Kontext herauslgelöst und in einen anderen, in einen ästhetischen Kontext transferiert haben.
Eine Vorstellung anstelle einer Vorstellung
Der aus Österreich stammende Soziologe und Kunstschaffende Walter Schrittwieser stellt sich beim Art11-Magazin in einer etwas anderen Weise vor. Nicht sein eigenes Kunstschaffen steht im Mittelpunkt, sondern die gesellschaftliche Einbettung der Institution Kunst, ihre Verortung in den sozialen Strukturen der Gesellschaft sind für ihn von Bedeutung.





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