Ludwig Drahosch

“Wenn der Stolz darauf Künstler zu sein erlischt, beginnt man vielleicht einer zu werden”, mit diesen Worten stellt sich der Wiener Künstler Ludwig Drahosch vor. Er bedient verschiedenste Maltechniken die von der italienischen Renaissance bis zur holländischen Tafelmalerei  über die deutsche Romantik bis hin zum Expressionismus der Gegenwart reichen.

Kunst ist nicht nur für Historiker, Kritiker und Denker gemacht, sondern für Fühlende mit feinen Antennen. Sie fängt immer da an, wo man sich nicht mehr auskennt.  Kunst erkennt an unserer gelebten Wirklichkeit ihre voreilige Definition.  Und manchmal erscheint mir, ist Kunst das einzige Seelenwerkzeug das wir haben, um der Wirklichkeit den Weg zu weisen.

Ludwig Drahosch

Ich bin ein Berufener. Ich habe, warum auch immer, mit neun Jahren begonnen den menschlichen Körper zu zeichnen. Diese Bilder sind richtige Studien wie wir sie aus den medizinischen Enzyklopädien kennen. In dieser Zeit entstanden an die zweihundert anatomische Zeichnungen. Mit vierzehn habe ich die Schule geschmissen und ging ins Kunsthistorische Museum, wo ich bis zu meinem zwanzigsten Jahr die Altmeister durch kontemplative Betrachtung studierte und nachmalte. Mit zwanzig Jahren hatte ich ein allumfassendes Repertoire und malte mein erstes eigenständiges Bild. Mit sechsundzwanzig wurde ich in der Akademie der bildenden Künste aufgenommen und  studierte nebenbei Philosophie. Es folgen unzählige Ausstellungen im In – und Ausland. Heute finden sich viele meiner Werke durch den gesamten Globus verteilt.

„Irgendwie zeichne ich bevor ich denke, so wie mancher spricht bevor er denkt. So entspringen die Ideen aus den Eingeweiden, animalisch fundiert, krampf- und bildungszensurfrei. Ähnlichen Zugang erwarte ich auch vom Betrachter.“

 

Nina C. Gabriel

Reine Freude und stetige Inspiration wachsen aus einer ganz besonderen Beziehung die viele meiner Werke begleiten. Ich liebe es Nina zu malen. Sie verkörpert  uneingeschränkt ein klassisches Ideal, sie wäre im antiken Griechenland unter Fidias ebenso zur Muse der Künstler geworden wie unter Caravagios Zeiten,…es ist das Gespür der Künstler für zeitlose Schönheit das ihr Wesen entfacht. Wir schaffen es uns gegenseitig in Liebe zu unserer künstlerischen Hochform zu inspirieren, wir ergänzen uns! Ich nenne sie gerne meine helle Seite.

Kleider weisen stets auf eine Zeit hin, doch die Inhalte meiner Bilder sind zumeist psychische Konstellationen, die gänzlich zeitunabhängig sind. So ist Nacktheit das schönste Kleid um Zeitloses zu schaffen.

Alle denken über das Dunkle im Vordergrund nach und eben nicht über das Helle im Hintergrund…

Ich bediene intuitiv, je nach Thema und Sujet, Maltechniken die von der italienischen Renaissance bis zur holländischen Tafelmalerei  über die deutsche Romantik bis hin zum Expressionismus der Gegenwart reichen.

Tizian hat mir beigebracht wie man das Inkarnat belebt, Rubens wie man aus dem Kopf zeichnet, Caravaccio, der hat mir gezeigt, was Schatten bedeutet.

 Schrift und Zeichnung, gleichen Ursprungs, verwandt durch die Linie und in ihrer schönsten Form verwandt durch den Geist.

Ludwig Drahosch (2 Posts)

Gastautor Art11, Kunstschaffender aus Wien


 

 

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Gastautor Art11, Kunstschaffender aus Wien
18 KommentareDein Kommentar
  1. Gerade weil die hier gezeigten Arbeiten zum bisher Besten gehören, was ich bis jetzt in art11 gesehen habe, möchte ich doch eine mir wesentliche Kritik anbringen. Wenn Ludwig Drahosch im Einleitungsstatement behauptet: (Seine?) „Kunst ist nicht für Historiker, Kritiker und Denker gemacht, sondern für Fühlende mit feinen Antennen.“ wird hier einem zwar überaus populären, nichts desto weniger falschen Antirationalismus, einer allgemein feststellbaren Antipathie gegenüber allem „Gebildeten“ das Wort geredet, dem man doch das Folgende entgegenhalten muss: Es gibt auch unter den Historikern, Kritikern und Denkern des 21. Jahrhunderts durchaus welche, die über diese „feinen Antennen“ verfügen. Sie – die feinen Antennen – nur in den geistfeindlichen Bereichen, im Analphabetismus zu vermuten schätzt die Lage total falsch ein. Das Entwickeln dieser „feinen Antennen“ wird ohne einen kritisch wachen Verstand, der auf ein entsprechendes Bildungsgut und historisches Wissen zurückgreifen kann, wohl nicht möglich sein. Ansonsten gratuliere ich zum Artikel. Dass ich die Arbeit von Ludwig Drahosch überaus schätze, habe ich auch an anderer Stelle schon mehrfach zum Ausdruck gebracht.

  2. Ludwig, Deine Werkle sind einsame Spitze. Ich verneige mich!

  3. Danke lieber walter, deine kritik ist durchaus berechtigt, hier fehlt das “nur” vorm historiker,…. womit ich stets zum ausdruck bringen will, das mich jede meinung freud, und klassisches kunstverständnis kein muß ist, um kunst genießen zu dürfen,

    • Dachte mir ohnehin, dass Du es nicht wirklich so streng gemeint hast wie der Text suggeriert. So ist es mir eine Freude, Dir zuzustimmen und Deine wunderbaren Arbeiten zu genießen. Mit besten Grüßen, viel Erfolg,…….(.-))

  4. Lieber Ludwig
    ..ich schließe mich Walter und Heidi Maria an…..du hast wirklich geniale Werke! Auch ich verneige mich!

    …und ich habe das “nur” im ersten Satz noch hinzugefügt… :-)

    allen liebe GRüße!

    • dankeschön Heidi, und auch dir verena !!!!

      • Gemeint waren natürlich Werke, nicht Werkle. Meine Finger machen manchmal, was sie wollen!

        • bei mir fehlen manchmal ganze wörter heidi :-)

  5. Sehr beeindrucken, lieber Ludwig, deine Werke!
    Und dein Artikel ebenso!
    Auch gefällt mir, daß du ein Künstler bist,
    der auch von den “alten Meistern” lernt.
    Denn, auch wenn man das Eigene hervorbringen will und soll,
    ist das Lernen von den Künstlern anderer Epochen sicher auch sehr wichtig.
    Im Grunde lernt man nie aus. Und so soll es ja auch sein!
    Kompliment und liebe Grüße von Luna/Gabriela

    • BeeindruckenD….uijeh….ist das ansteckend…;)

      • dankeschön, hört malerherz gern

  6. Applaus Applaus!!!!!!!! Meine Hochachtung Ludwig!!!
    Wir bedanken uns für so einen hervorragenden Artikel und Werke in art11!!!

    sonnige Grüße aus Südtirol
    Patrizia

    • danke patrizia, liebe grüße aus sommerein

  7. Ein wundervoller Artikel, der einlädt sich näher mit Deiner Kunst zu befassen. Die Werke sind sehr ausdrucksstark und sprechen direkt das Gefühlszentrum an. Aber gerade die Auseinandersetzung mit den alten Meistern und ihrer Maltechnik, machen sie zu diesen eindrucksvollen Werken.

    • Danke lieber Peter, die techniken, seh ich wie erfindungen von stimmungen, eine palette von möglichkeiten, die auch heute ihren platz verdienen

  8. The beauty of your art is the ability to express the desire to evade the time to contemplate possible worlds that stand between heaven and with tones us born in the flash of a dream and become terrestrial. A moment without centers, no limits.
    It’s great that force transmitted and which allows me to embrace the unthinkable, do ours.
    Congratulations!!!
    Thanks!

    • thank you so much vianney!!!!

  9. mein lieber freund, diese werke sind natürlich 1 sahne, ein zusammenfluss von farbspiel ,unbändigem reiz, ideenreichtum und schönheit, so muss man das bezeichnen -.herrlicher augensex- du bist auf dem richtigen weg eingrosser meister zu weiden ps, du bist es ja eh schon es ist eine gr freude diese werke zu betrachten liebe gr k l von kunz

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